KM Ried 10.2.2025 – Marktbericht
Weiterer Anstieg der Kälberpreise
Bei der Kälberversteigerung am 10. Februar in Ried konnten wieder zahlreiche Käufer begrüßt werden. Die Firmen Wiestrading und Österreichische Rinderbörse sowie zahlreiche heimische Mäster zeigten hohe Kaufbereitschaft, womit ein sehr lebhafter Markt verzeichnet werden konnte. Überregional steigt derzeit die Nachfrage stark an, wodurch sich die Kälberpreise auf allen Versteigerungsstandorten in Österreich nach oben entwickeln. Längerfristig ist das hohe Preisniveau jedoch nur zu halten, wenn die positive Entwicklung bzw. das Preisniveau der Schlachtpreise anhält und so eine wirtschaftliche Stiermast möglich ist.
Die Fleckviehstierkälber stiegen im Durchschnittspreis nochmals stark an und kosteten € 6,21 netto. Besonders stark war der Anstieg bei Kälbern im Gewichtsbereich von 80 – 120 kg. In diesen Kategorien wurden Höchstpreise bis zu € 7,10 netto bezahlt. Ein weiterer Anstieg war auch bei den Fleischrassekreuzungskälbern zu beobachten, wobei die qualitativ hochwertigsten Fleckviehkälber diesmal höhere Preise erzielten. Für Kälber mit unterdurchschnittlicher Entwicklung bzw. Kälber mit Mängeln wird der Wertschöpfungsunterschied immer größer und diese finden trotz der hohen Nachfrage keinen Mastplatz im Inland.
Die weiblichen Kälber konnten sich ebenfalls im Durchschnittspreis steigern. Der Kilopreisunterschied zwischen Zucht- und Nutzkälbern betrug bei dieser Versteigerung nur 13 Cent. Die weiblichen Zuchtkälber waren sehr unterschiedlich in der Qualität, womit sich eine Preispanne von € 2,00 bis € 5,80 netto ergab. Eine größere Nachfrage besteht bei Zuchtkälbern über 100 kg mit ansprechenden Mutterleistungen.
Bei weiblichen Fleischrassekreuzungskälbern war der Preisanstieg am höchsten. Kälber mit guten Masteigenschaften erreichten Spitzenpreise bis zu € 6,70 netto, womit sich das Preisniveau im Bereich der männlichen Kälber bewegt.
Preisstatistik – Fleckvieh
Preise pro Kilo in Euro, netto (in Klammer die Anzahl der verkauften Tiere)