Die Zuchtrinderversteigerung am 1. April in Ried, Oberösterreich, fand unter besonderen Vorkehrungen statt. An den Eingängen wurden Seuchenteppiche verlegt, um allen Personen die mögliche Gefahr der Einschleppung der Maul- und Klauenseuche bewusst zu machen. Derzeit ist Österreich nach wie vor frei von Maul- und Klauenseuche. Vorsichtsmaßnahmen sind aber auf alle Fälle angebracht.
Die aktuelle Seuchenlage in den Nachbarländern Ungarn und Slowakei bringt es mit sich, dass Käufer aus anderen Ländern von Einkäufen in Österreich vorerst Abstand nehmen. Unter diesen Umständen kann man von einem sehr zufriedenstellenden Versteigerungsverlauf reden.
Das kleine Angebot an Zuchtstieren war von äußerst guter Qualität. Die genetisch hornlosen Stiere wurden alle für den Natursprung verkauft. Den Höchstpreis von 4.000 Euro erzielte ein sehr gut entwickelter Jungstier, gezüchtet vom Betrieb Kaser Hermann aus Hochburg-Ach.
Das Angebot bei den Jungkühen konnte sich sehen lassen. Bemerkenswert war, dass 50 Prozent der angebotenen Jungkühe bereits genetisch hornlos sind. Die Bemühungen in der Hornloszucht tragen Früchte. Der Durchschnittspreis bei den Jungkühen verbesserte sich dank der regen Nachfrage aus dem Inland auf 2.542 Euro. Die Spitzenpreise lagen bei über 3.000 Euro. Den Höchstpreis erzielte der Betrieb Maria und Stefan Zauner aus Tollet für eine genetisch hornlose MONET PP*-Tochter.
Unter besonderen Vorzeichen fand die Vermarktung der trächtigen Kalbinnen statt, da die Verladung dieser Tiere für den Export nur dann stattfinden kann, wenn der Seuchenstatus unverändert bleibt. Davon wird ausgegangen. Die Käufer aus Bulgarien haben kurzfristig abgesagt, umso wichtiger war der Exportankauf für die Kunden aus Algerien durch die Firmen Schalk und Klinger. Der Durchschnittspreis bei den trächtigen Kalbinnen betrug 2.293 Euro netto. Die Preisunterschiede waren geringer als zuletzt.
Das gemeinsame Ziel ist es, die Versteigerungen und die Vermarktung der Tiere auch in diesen mit Unsicherheit behafteten Zeiten aufrechtzuerhalten, damit es zu keinen Rückstaus kommt. Gleichzeitig müssen alle Maßnahmen getroffen werden, damit Österreich frei von Maul- und Klauenseuche bleibt. Sämtliche Maßnahmen und Vorgaben der Veterinärbehörden sind umzusetzen.
MONET PP*-Tochter ZEPPPALINA Pp* vom Betrieb Maria und Stefan Zauner aus Tollet erzielte bei den weiblichen Tieren den Höchstpreis.
Ein Hingucker war das hervorragende Euter von MAHARI-Tochter RAMINA Pp* vom Betrieb Andrea und Markus Priewasser aus St. Johann am Walde.
Preisstatistik Fleckvieh
Preise netto in Euro, in Klammer die Anzahl der verkauften Tiere